Die MVK Versicherung VVaG übernimmt in ihrer Hundehaftpflicht die Prüfung der Haftpflichtfrage, wehrt unberechtigte Schadensersatzansprüche ab und stellt den Versicherungsnehmer von berechtigten Schadensersatzverpflichtungen frei. Zugleich ist der Versicherer bevollmächtigt, Erklärungen im Namen des Versicherungsnehmers abzugeben, einen Prozess zu führen und Verteidigerkosten in bestimmten Strafverfahren zu tragen.
Der Versicherungsschutz umfasst:
- die Prüfung der Haftpflichtfrage,
- die Abwehr unberechtigter Schadensersatzansprüche und
- die Freistellung des Versicherungsnehmers von berechtigten Schadensersatzverpflichtungen.
Schadensersatzverpflichtungen sind dann berechtigt, wenn der Versicherungsnehmer aufgrund Gesetzes, rechtskräftigen Urteils, Anerkenntnisses oder Vergleiches zur Entschädigung verpflichtet ist und der Versicherer hierdurch gebunden ist.
Anerkenntnisse und Vergleiche, die der Versicherungsnehmer ohne Zustimmung des Versicherers abgegeben oder geschlossen hat, binden den Versicherer nur insoweit, als der Anspruch auch ohne Anerkenntnis oder Vergleich bestanden hätte.
Ist die Schadensersatzverpflichtung des Versicherungsnehmers mit bindender Wirkung für den Versicherer festgestellt, hat der Versicherer den Versicherungsnehmer binnen zwei Wochen vom Anspruch des Dritten freizustellen.
Der Versicherer ist bevollmächtigt, alle ihm zur Abwicklung des Schadens oder zur Abwehr der Schadensersatzansprüche zweckmäßig erscheinenden Erklärungen im Namen des Versicherungsnehmers abzugeben.
Kommt es in einem Versicherungsfall zu einem Rechtsstreit über Schadensersatzansprüche gegen den Versicherungsnehmer, ist der Versicherer bevollmächtigt, den Prozess zu führen. Der Versicherer führt den Rechtsstreit dann auf seine Kosten im Namen des Versicherungsnehmers.
Wird in einem Strafverfahren wegen eines Schadenereignisses, das einen unter den Versicherungsschutz fallenden Haftpflichtanspruch zur Folge haben kann, die Bestellung eines Verteidigers für den Versicherungsnehmer von dem Versicherer gewünscht oder genehmigt, so trägt der Versicherer die gebührenordnungsmäßigen oder die mit ihm besonders vereinbarten höheren Kosten des Verteidigers.
Erlangt der Versicherungsnehmer oder eine mitversicherte Person das Recht, die Aufhebung oder Minderung einer zu zahlenden Rente zu fordern, so ist der Versicherer bevollmächtigt, dieses Recht auszuüben.
Was bedeutet das konkret?
Die Versicherung prüft, ob ein Anspruch gegen Sie besteht. Unberechtigte Forderungen wehrt sie ab, berechtigte übernimmt sie, indem sie Sie von der Zahlung freistellt. Für die Schadenabwicklung und einen möglichen Prozess darf der Versicherer in Ihrem Namen handeln und trägt in bestimmten Fällen auch die Kosten eines Verteidigers.
Häufige Fragen
Was leistet die Hundehaftpflicht bei einem Schadensfall?
Sie prüft die Haftpflichtfrage, wehrt unberechtigte Schadensersatzansprüche ab und stellt den Versicherungsnehmer von berechtigten Schadensersatzverpflichtungen frei.
Wann gilt eine Schadensersatzverpflichtung als berechtigt?
Wenn der Versicherungsnehmer aufgrund Gesetzes, rechtskräftigen Urteils, Anerkenntnisses oder Vergleiches zur Entschädigung verpflichtet ist und der Versicherer hierdurch gebunden ist.
Bin ich gebunden, wenn ich ohne Zustimmung des Versicherers ein Anerkenntnis abgebe?
Anerkenntnisse und Vergleiche ohne Zustimmung des Versicherers binden diesen nur insoweit, als der Anspruch auch ohne das Anerkenntnis oder den Vergleich bestanden hätte.
Wer trägt die Kosten eines Rechtsstreits oder Verteidigers?
Bei einem Rechtsstreit über Schadensersatzansprüche führt der Versicherer den Prozess auf seine Kosten im Namen des Versicherungsnehmers. In einem Strafverfahren trägt er die gebührenordnungsmäßigen oder besonders vereinbarten höheren Kosten des Verteidigers, wenn er dessen Bestellung wünscht oder genehmigt.
Inhalte aus: Bedingungen Hundehaftpflichtversicherung 2023